Montag, 30. Januar 2012

Costa Rica / Nicaragua / Hollywood


Der letzte Teil meiner einjaehrigen Reise.

Erstmal war es ueberhaupt ein wenig schwierig nach San Jose in Costa Rica zu kommen. Ich hatte, dachte ich, ein sehr guenstiges Ticket nach „SJC“ was ich dachte, San Jose, Costa Rica bedeutet & es stand auch noch America dahinter, doch eigentlich war es ein Returnticket nach San Jose, California. Hmmm... da wollte ich ja nicht hin. Gesammt hab ich dann 3 Tage & 2 Naechte am L.A. Airport verbracht um mich um ein neues Flugticket zu kuemmern & dann abzufliegen. In San Jose dann endlich angekommen, hat mich mein Cousin Timo am Flughafen abgeholt & mich erstmal zu seinem Haus in der Naehe von Atenas gebracht. Dort war ich die ersten paar Tage dann. Was ganz schoen war mal in ner Familie zu wohnen &  mit den kleinen (Leo, 4 Jahre & Sophie, 19 Monate) zu spielen.



Kolibris
Sonnenuntergang von Timos Garten

San Jose by night

Ausserdem war mit Timo mit Helena mir & den Kids auf ner Schlangenfarm, wir besuchten die rote Metallkirche von Alajuela & waren bei einem Lichterfestival in Atenas (zu Weihnachten) & Helena ist mit mir auf nen kleinen privaten Flohmark. Nach ein paar Tagen ist Timo mit mir dann zu meinem Onkel Ottokar & Tante Gertrud gefahren. Die beiden hatten die Goldene Hochzeit. Timo ist mit mir an einem Tag in den Barra Honda Nationalpark. Dort gibt es eine Tropfsteinhoehle. War sehr interessant.
 
 



Toepferei

Timo mit Maske

Mono (Bruellaffe)


in der Hoehle

Ausblick vom Barra Honda Nationalpark



Am 22. Dezember bin ich dann von Nicoya auf nach Liberia. Dort wollte ich mein Ticket fuer den Bus nach Granada, Nicaragua buchen. Dort hiess es aber dann, dass alle Busse bis 4. Januar ausgebucht waeren. Doof, das wuerde meine ganze Planung wieder auf den Kopf stellen. Naja, ich hab zufaelligerweise vorher, als ich in Liberia ankam gesehen, wo die Tica & Transnica Busse abfahren. Dann hab ich mir gedacht, dass ich dort einfach mal hinschau & fragen kann man ja. Das hab ich dann gemacht & damit auch Erfolg gehabt. Hab zwar dann nur den 2. Fahresitz gehabt, was nicht sehr bequem war, dafuer hat aber der Busfahrer mein Gepaeck in die Toilette gesperrt  (fuer die Kontrolle an der Grenze) & ich musste nicht in der Schlange anstehen & durch den Check gehen. 
Abends in Granada angekommen war es dann schon dunkel und irgendwie etwas komisch. Ich musste mich erst orientieren, war mir etwas unsicher, da alle sagten Nicaragua waer sehr gefaehrlich & ich hatte noch kein Hostel gebucht. Bin dann erstmal losgelaufen, ca. 2 km zum Zentrum. Alles war aber gut und einfach. Das Hostel hatte noch ein Zimmer frei & ich konnte dann bald schlafen. 



Markt in Granada
An Weihnachten selbst ging es mir nicht so gut. Ich hatte noch von Neuseeland meine Beine von Sandfliegen verstochen & immer noch geschwollen & schon beim Timo eiterten die Stiche. Abends am 24. hatte ich noch Fieber & eine riesen grosse entzuendete Stelle an meiner Wade. 
An Weihnachten selbst wurden in der ganzen Stadt Knaller gezuendet, war eigentlich wie Silvester... :-)
 


Am 25. hatte ich eine Tour zur Laguna de Apoyo & zum Vulkan Masaya gebucht. Obwohl mein ganzes Bein sehr weh tat, ging ich dann mit, was auch erst sehr gut ging. Die Lagune war wunderschoen. Spaeter ging es dann hoch zum Santiago Crater, dort war das Wetter echt schlecht und wir konnten vor lauter Nebel ueberhaupt

berhaupt nix sehen, war sehr schade. Wir sind dann noch in eine Fledermaushoehle. Dort wollte ich schon gar nicht mehr laufen & hab mich staendig hin gesetzt. Auf dem Weg zurueck nach Granada sagte ich dem Fahrer, er soll mich am Krankenhaus absetzten. Dort bekam ich ne AntibioticaInfusion & noch ein Rezept fuer Tabletten. Das Krankenhaus war schon ein Erlebnis, aber alle haben ihren Job gut gemacht. Und ich musste nicht einmal was dafuer bezahlen, oder meiner Versicherung bescheid geben.

Laguna de Apoyo


Masaya Market

Ich hab mich dann erstmal halbwegs auskuriert & bin dann am 26. weiter mit dem Bus nach Leon. Wusste dort natuerlich wieder nicht wo ich uebernachten sollte. Aus dem Bus aber ausgestiegen, hab ich Emily aus den USA getroffen, sie war schon in Leon zuvor & wusste wo sie uebernachten wollte, somit bin ich mit ihr mit & wir teilten uns ein Taxi. Das Hostel war sehr schoen mit nem Pool und so. Abends bin ich dann gleich noch los zu einem Tourenbuero, da es ein paar schoene Sachen sehen zu gab. Ich wollte aber am naechsten Tag den Bus nach Esteli erwischen,  der letzte fuhr um 3 Uhr nachmittags los. Somit war es alles etwas schwierig mit Touren, die meisten dauerten bis 6 Uhr abends. Und das naechste Problem war, da kein anderer fuer den naechsten Tag etwas buchte, waere die Tour fuer mich allein gewesen und dadurch sehr teuer gekommen. Die Frau im Office hatte aber noch einen Bekannten, der das privat macht.
Bonifacio fuhr dann mit mir um 6 Uhr morgens  zum Vulkan Cerro Negro. Er fuhr mit ner kleinen Enduro die schwierigsten Wege durch die Pampas. Doch bei ihm fuehlte ich mich sicher, da er wohl in Panama den 5. Platz beim Motocross machte. Wir liefen dann auf den Cerro Negro hoch und ich boardete runter,  das war ein riesen Spass. Danach ging es weiter zu Leon Viejo, welches Weltkulturerbe ist. Der Vulkan Momotombo hatte Leon Viejo, welche zuvor Hauptstadt Nicaraguas war, 1610 unter seiner Asche begraben.  War sehr interessant. Und danach ist Bonifacio mit mir zu nem Aussichtspunkt fuer den Vulkan Momotombo & seinem kleinen Bruder Momotombito. Am Schluss ging es dann noch zur Laguna de Asososca. Ein ganz huebscher netter Platz zum relaxen. Um 2 Uhr mittags war ich dann wieder, nach einer spanneneden Motorradfahrt, zurueck in Leon. Boni wollte mir aber unbedingt noch Las Penitas zeigen. Ich hab mich dann ueberreden lassen & wir sind dann etwas spaeter an die Playa. War doch noch ganz schoen & wir hatten dann noch ne Kleinigkeit zum Essen, dann gings wieder zurueck und ich nahm den Bus nach Esteli am naechsten Morgen.


Krater vom Cerro Negro

Ausblick von oben


am Lago de Managua mit Ausblick auf den Momotombito

Ausblick auf den Momotombo



Von Esteli aus wollte ich ins Hochland nach Miraflor. Auf ca. 1200 m ist es schoen gruen, es gibt Cloudforests, unglaublich viel verschiedene Orchideenarten, viele kleine Hoefe & Kaffeeplantagen. Die Busfahrt war echt auch ein Erlebnis.... Ceboball, Miraflor ist um die 25 km von Esteli entfernt, doch der uralte Schulbus braucht knapp 2 Stunden fuer den Weg, da es ersteinmal recht steil hoch geht & dann ist die Strasse wirklich schlecht (so ne Dreck-/Schotterpiste). Ich habe im Bus noch nen wunderschoenen Sonnenuntergang gesehen & bin dann im Dunkeln angekommen, hatte mal wieder keine Unterkunft gebucht, dafuer aber mein Zelt dabei... Welches ich aber nicht brauchte. In der Finca Neblina del Bosque bekam ich ein Bett & noch leckeres Abendessen  . Die Nacht war arschkalt, obwohl ich schon im Pulli schlief & eine sehr dicke Decke hatte. Am naechsten Tag ging ich dann Reiten um die Gegend zu erkunden fuer 5 Stunden. Es ging zu nem schoenen Aussichtspunkt. Dort wohnte auch eine nette Familie, bei der es dann Kaffee gab. Und ausserdem waren wir bei einem Wasserfall. Miraflor war wunderschoen, doch am selben Tag bin ich dann wieder weiter nach Esteli.
Ausblick auf Miraflor
Wasserfall von Miraflor

Hibiskus

In Esteli hab ich noch ne Nacht verbracht & morgens gings fuer mich auf ner langen Fahrt erst nach Managua um dann nach San Jorge zu kommen. Von hier aus nahm ich das Boot nach San Jose del Sur auf der Isla de Ometepe. Dort verbrachte ich dann mein Silvester. Sehr ruhig an ner Bucht. Ich habe noch ein Paar aus Costa Rica getroffen mit denen ich dann zum Jahreswechsel zu einem Nachbarn des Hostels bin. Dort ist es Tradition eine selbstgebaute Stoffpuppe um punkt 12 zu verbrennen. Die Puppe enthaelt unter anderem auch kleine Knaller. Kinder zuenden sie an. Am 31. Dezember war ich dann nochmal reiten fuer 3 Stunden bei wunderschoenem Wetter & nem super Ausblick auf den Volcan Concepcion mit seinem weissen Wolkenhuettchen.

Lagune auf Isla de Ometepe


der Vulkan Concepcion
Bananenlaster auf der Faehre mit Blick auf den Volcan Concepcion
Silvestertradition in Nicaragua

Am ersten Januar machte ich mich wieder auf den Weg zum Festland, in diesem Fall dann San Juan del Sur. Dort ging es noch voll zu. Unmengen Einheimische & Touristen im Meer & auf den Strassen. Auf der Faehre zurueck von der Insel habe ich die Englaenderin Hannah kennengelernt, sie wollte auch nach San Juan del Sur. Mit ihr bin ich dann auf Hostelsuche gegangen & hab auch die Zeit mit ihr verbracht. Am Tag drauf sind wir zur Playa Maderas gegangen. Ein wunderschoener Strand mit tollen Wellen zum Baden... Fuer viele auch zum Surfen. Nachdem die Sonne unterging, gings wieder zurueck nach San Juan del Sur. 

in San Jorge

Sonnenuntergang in San Juan del Sur

Playa Maderas





Sturm in San Juan del Sur

Am 3. Januar ging mein Bus dann auch schon wieder nach Liberia, Costa Rica. 2 Tage zuvor buchte ich einen Mietwagen fuer 8 Tage. Ich war dann nochmal im Internet & dann hiess es, dass der Wagen nicht verfuegbar ist. Da in dieser Zeit Hauptsaison ist kosteten  aber andere Autos mehr als das doppelte, das konnte ich mir einfach nicht leisten. Somit waren meine Plaene wieder durcheinander. Ich ueberlegte mir erst, ob ich noch mit einem Schweizer, den ich im Hostel getroffen habe, mit nach Monteverde mit dem Bus fahre oder dann erstmal zu meinem Onkel & meiner Tante nach Copal fahre. Ich hab mich dann fuer letzteres entschieden. Dort wollte ich noch in Ruhe nen Mietwagen buchen. Im Endeffekt hab ich dann nen Wagen fuer 24 Stunden gebucht, bin nach Rincon de la Vieja (vulkanische Thermalpools), zum Wasserfall Llanos de Cortes bei Bagaces & dann noch von Tilaran nach Nuevo Arenal & El Castillo um den superschoenen Arenalsee & natuerlich auch den Vulkan Arenal zu sehen. Sehr haeufig ist das Wetter dort gar nicht so gut, aber ich hatte Glueck & der Arenal hatte nur ein ganz kleines Huettchen voll Rauch auf. Auf dem Weg zu El Castillo war noch eine deutsche Baeckerei, die einem Mann aus Waltenhofen gehoert, dort hab ich mir den ersten Apfelstrudel seit nem Jahr geholt. :-) In der Nacht bin ich dann noch in Richtung Tilaran gefahren & hab mich am Strassenrand auf einen Aussichtspunkt hingestellt, um dort zu schlafen, denn morgens um 8 Uhr musste ich das Auto wieder in Liberia abgeben. Auf dem Weg zurueck nach Nicoya hat mich noch einen Costa Ricaner angesprochen. Er hat mir auch gezeigt, welchen Bus ich weiter nach Copal nehmen muss & dann bevor er ging, hat er mir 4 wuerzige caribische Teigtaschen von seiner Frau geschenkt, die er eigentlich verkauft. Ausserdem hat er mich eingeladen, wenn ich das naechste mal nach Costa Rica komme. 

heisse Schwefelquellen in Rincon de la Vieja


die beiden Leguane haben in den heissen Mud pools gebadet

Wasserfall Llanos de Cortes

Arenalsee

Nasenbaer

Arenalsee

el Arenal

mein Schlafplatz

Alle anderen Tage habe ich bei meinem Onkel & meiner Tante verbracht, was sehr schoen & ruhig war. Andere Leute kommen auf die Finca um Urlaub zu machen! Leider aber muss die Finca meines Onkels & meiner Tante aus gesundheitlichen Gruenden bald verkauft werden.... :-( 
Tante Gertrud ist mit mir auch noch zu einem sehr schoenen Strand gefahren, naemlich zur Playa Carrillo. Wow, ein echtes Postkartenmotiv! 

Playa Carrillo



Pelkan


Surfschule an der Playa Samara

Am Freitag, den 13. hatte mein Onkel noch Geburtstag und Timo kam den Tag zuvor wieder.

Bruecke bei Copal


die Hanfts

die Bruecke ueber den Rio Tempisque, 15 km spaeter gehts auf den Highway 1 (die Panamericana)

Und am 14. fuhr ich mit meinem Cousin & den Kids wieder nach Atenas, diesmal die schoene Route ueber das sehr hoch gelegene San Ramon. Abends sind Helena & Timo mit mir zu ihren Freunden zum Grillen. Sehr lecker!
Am 15. Januar ging dann wieder mein Rueckflug ueber Miami nach Los Angeles. Schon irgendwie komisch, nachdem ich soviel Zeit mit meiner Verwandschaft verbracht habe. Vielen Lieben Dank fuer alles Ottokar, Gertrud, Timo & Helena!

Hollywood
In L.A. erstmal sehr spaet angekommen, hab ich wieder auf dem Flughafen in der Ankunfthalle geschlafen. Und morgens hab ich mich auf den Weg nach Hollywood gemacht, was sehr einfach mit der Metro zu machen war. Das Hostel war das bisher Beste das ich je gesehen habe mit eigener Kueche & Bad im 6 Bettzimmer & Fruestueck inklusive. Ich hab mir dann die Zeit im Touristenzentrum von Hollywood vertrieben. Man, was fuer ne verrueckte Stadt. Auf der einen Seite Glamour & auf der anderen Seite sehr viel Armut. 

Hollywood/Vine Metrostation

Hollywood/Highlands Metrostation


walk of fame






Am 17. Januar musste ich dann wieder zum Flughafen.... Und nun bin ich wieder im Allgaeu!

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