Donnerstag, 13. Oktober 2011

Soooo viel neue Eindruecke

In den letzten drei Wochen habe ich wieder so viel schoenes erlebt und gesehen.
Los gings mit dem Litchfield National Park, suedlich von Darwin. Dort gab es ein paar schoene Wasserfaelle zu bewundern, die alle ganz einfach mit angelegten „Lookouts“ anzusehen waren.
das Nest von gruenen Ameisen
Wangi Falls

Vor dem Eintritt nach Western Australia war das Victoria River Crossing echt toll und ich wurde schon kurz vor der Grenze von Boab Trees begruesst.

Victoria River Crossing


Boab Trees

Dann ging es nach Kununurra mit dem benachbarten  Mirima National Park mit seinen Mini Bungle Bungles ( rote, runde Felsberge ).


Der Weg, besonders am Anfang, durch Kimberleys war atemberaubend,  wunderschoene Berge und endlose Weite.

bemalter Termitenhuegel

Bushfire

Sonnenaufgang auf dem Weg zu meinem Schlafplatz
 Die folgenden Bilder sind von den Kimberleys:




Und beim Fitzroy Crossing bin ich extra nochmal auf der Bruecke zurueckgelaufen, da das Wasser dort so wunderschoen spiegelte. 

Fitzroy Crossing
Boab Tree. der innen hohl ist

Naja und dann habe ich doch noch feststellen muessen wie schoen es waere einen Gelaendewagen zu besitzen. Ich hab naehmlich versucht einen Teil der Gibb River Road zu fahren um zur „Tunnel Creek“ zu kommen. Was aber leider an einem kleinen See, mitten auf der Strasse und noch duemmeren Staudamm auf der anderen Seite scheiterte, da das Wasser knietief war und der Damm so aussah, allsob ich locker aufhocken wuerde.... Somit gings wieder 40 km auf einer echt schlechten „Gravelroad“ zurueck. Echt schade!

in der Naehe von Derby

In Broome angekommen, hab ich dann ein paar Tage relaxt. Ich war haeufig am Gantheaume Point mit seinen roten Felsvormationen und unglaublich blauem Meerwasser, was vor allem auch sehr schoen bei Sonnenuntergang war, dann gings mal zum Cablebeach und als Kontrastprogramm ins China-Town Centre (das kommt daher, da die Perlentaucher vor sehr vielen Jahren, meist asiatischer Herkunft waren).  Am Gantheaume Point hab ich dann noch an meinem vorletzten Tag die Dinosaurierspuren angeschaut, die dort nur bei Ebbe zum Vorschein kommen. Es waren einige Touristen mit mir da und wir haben alle schon ewig gesucht, aber ich hab sie dann entdeckt!  

Gantheaume Point


Dinospuren



Lighthouse von Broome


Cablebeach voller Quallen


Durch Zufall hab ich dann noch Claas aus Deutschland kennen gelernt, er kam mit mir dann auch nach Perth.
Letzte Woche Mittwoch haben wir uns dann auf die Socken gemacht und der erste Stop war Port Hedland. Eine grosse Mienen- und Hafenstadt. 

Port Hedland Mine

Port Hedland Salzberg
auf dem Weg zum Karijini National Park



Danach dings dann auch schon weiter in den Karijini National Park. Dort gibt es atemberaubende Schluchten und natuerliche Pools zum Baden. Am Besten hat mit der Joffre Gorge gefallen. Und wir sind auch noch auf die Joffre Falls gekraxelt. 

Jeoffre Gorge


Cocatoos

National Park
Der Weg nach Exmouth:




Die Tage darauf ging es weiter nach Exmouth und dem Ningaloo Riff, sowie dem Cape Range National Park. Sehr beeindruckend. Tuerkisblaues, klares Wasser mit einem ganz ordendlichen Riff, direkt vor der Nase (wir konnten einfach vom Strand zum Riff schwimmen und dort schnorcheln), die Atmosphaere hat mich total an Tahiti erinnert. Ich hab sogar eine riesen Meeresschildkroete gesehen und neben den vielen bunten Fischen noch nen Stachelrochen und nen Riffhai. Naja und dann musste ich noch feststellen, dass meine wasserdichte Kamera nicht mehr funktionierte, was echt schade war, wenn ich schon mal ne wunderschoene grosse Schildlkroete sehe... Neben dem klaren Wasser gibts dann, sehr nah am Meer gelegen, wahnsinnig  tiefe Schluchten, wie zum Beispiel die Yardie Creek, die wunderschoen mit strahlend blauem Meerwasser gefuellt ist. Die 2 Tage waren wir dann dort auf dem Campingplatz, ganz luxerioes mit warmen Duschen!

ein Echidna


Yardie Creek

Emu Familie

Exmouth Lighthouse



Stromatolyten

Am Tag drauf waren wir dann noch in Coral Bay, das komplett mit Familien ueberfuellt war, da gerade Ferien sind, was man aber schon verstehen kann, da es ein schoenes Fleckchen Erde ist.
Coral Bay

Auf zur Shark Bay und Monkey Mia gings dann noch am selben Tag. Nachdem ich den ganzen Tag gefahren bin und seit dem Fruehstuck nix mehr gegessen hab, wollten Claas und ich am Strand noch Dosenfutter kochen, was sich aber dann auch noch verzoegert hat, da sich 2 Franzosen  im Sand mit ihrem klapprigen 4x4 „Wicked Camper“ Van  festgefahren haben (was mir selbst im Cape Range National Park passiert ist. Claas hat aber tatkraeftig angeschoben und dann gings wieder!). 

In dieser Nacht haben wir dann in der Naehe einer Muellkippe geschlafen, da der Campingplatz von Monkey Mia sehr teuer war und man am Strand, wie immer nicht zelte durfte. Da Claas aber im Zelt schlief, konnten wir aber auch nicht einfach am Strassenrand uebernachten. Der Platz hat sich aber als gut erwiesen und wir mussten ja eh frueh raus, da wir die Delfinfuetterung ja nicht verpassen wollten.  Wir mussten eine ganze Weile auf die Wilddelfine warten, da diese ja machen, was sie wollen, aber sie kamen dann doch noch, was ein ganz tolles Erlebnis war. Es waren schon recht viel Leute da, hat sich aber sehr gut am Strand verteilt, sodass ziemlich jeder die Delfine sehen konnte.
auf dem Weg zur Shark Bay


die Monkey Mia Delfine
 Shark Bay:



Shell Beach

Am gleichen Tag ging es fuer uns noch weiter in Richtung Kalbarri National Park. Da wir im Park selbst nicht campen konnten, haben wir bei einem 24 h Stop uebernachten, wie schon sehr oft zuvor. Immerhin gibt es dort Toiletten, campen ist offiziel erlaubt und auch noch kostenlos. 

Den Tag drauf haben wir uns dann den National Park angeschaut. Wunderschoen dort. Steile Sandsteinklippen am Meer, Surfer auf wilden Wellen und immer wieder ein paar Wildblumen und zu guter letzt wieder ein paar Canyons. Zum Beispiel der Z-Bend, den ich sehr schoen fand. Und das „Natures Window“ (ein aus Felsen natuerliches Fenster, mit Blick auf die Schlucht)  gabs auch zu sehen, wo so viele Touries und Familen waren, dass es fuer mich leider die Atmosphaere zerstoert hat.




in der Naehe vom Z-Bend

Z-Bend


Am naechsten Tag, zwischen Kalbarri und Geralton, gabs dann eine „Purple Day“. Wir haben ganz viele lila Wildblumenteppiche gesehen,  Strohballen, die ich in der Abendstimmung fotografierte, kamen am Rand lila raus und zu guter letzt haben wir, und das ist kein Scherz, eine Bucht gesehen mit lila Wasser! Wir konnten es nicht glauben. Dort gab es aber recht dunklen Sand und ich denke, dass das einfach so reflektierte. Die Fahrt an diesem Tag war durch Weizenfelder und sehr alte Steinhaeser, teilweise auch Ruinen. Wieder einmal sehr Kontrastreich zu der vorherigen Landschaft.



Kurz vor Perth haben wir dann noch im Nambung National Park gestopt um „Pinnacles Desert“ anzuschauen. Dort konnten wir ganz faul auf einer unbefestigten Strasse 4 km durch diese besondere Wueste kurven.



Nun bin ich seit Donnerstag in Perth und bin ein wenig gestresst mit Fahren in der Stadt, da ich das so gar nicht mehr gewohnt bin.  Sonst ist es recht nett hier, ein paar huebsche Surfstraende. Und ich hab nun eine Entscheidung getroffen. Ich werde nicht nach Patagonien fliegen, da es doch sehr knapp wird mit der Zeit. L Sorry Carole!!!  Dafuer habe ich aber noch zufaelligerweise Tickets fuers Foo Fighters Konzert am 2. Dezember in Melbourne bekommen!!!! Es gab noch einmal einen Presale, den ich genau zur richtigen Zeit entdeckt hab (beim letzten Mal, so 7 Wochen her, hat das mit der Kreditkarte nicht funtioniert und als diese dann wieder ging hat mich staendig das System rausgehauen, da es mit dem Presale ueberlastet war). Nun hab ich doch ein Ticket und freue mich schon riesig!
Scarborough Beach Sunset

Letzten Sonntag bin ich dann noch auf die Fremantle Markets, was sich echt gelohnt hat... Und nach dem Mittag dort, habe ich mich auf den Weg nach Hyden gemacht. Dort gibt es den beeindruckenden Waverock.
Waverock

Danach bin ich noch weiter in die Naehe vom Stirling Range Nationalpark gefahren und hab auch dort uebernachtet. Morgens aufgewacht, umgeben von schoenen Bergen (die ich im Dunkeln nicht sehen konnte, hab ich die Fahrt weiter  in Richtung Albany genossen. 
Wildblumenteppich


Dann ging es an der Kuese entlang weiter zum Walpole-Nornalup National Park und habe dort den Treetopwalk in bis zu 40 m Hoehe gemacht. Ein riesen Steg im „Valley of the Giants“ (damit sind die grossen Baeume gemeint). Sehr beeindruckend, denn der Steg wankte etwas beim Laufen, eben wie die Baeume im Wind. Doch ein noch viel groesseres Abenteuer kam kurz danach...  

Naemlich im Warren National Park in der Naehe von Pemberton. Dort war der riesige Dave Evans Bicentennial Tree, genau gesagt 68 m hoch. Ein Kletterbaum um den sich eine Art Wendeltreppe windet, die aber nur aus fast vertikalen Stahlstraeben und einem recht losem Gitter an der Seite besteht. Dort kraxelte ich ohne Sicherung hoch mit einer ersten Plattform fuers erste Drittel. Wenn man stolpern wuerde, bestuende eine riesen Chance durch die Streben durchzufallen...  Naja, mit viel Respekt, Konzentration und Angespanntheit gings dann weiter zur naechsten Plattform und dann noch ein paar Stockwerke hoeher ueber Leitern... Der Ausblick war atemberaubend. Doch noch mehr raubte der Weg runter meinen Atem, da ja runterklettern bekanntlich schwerer ist als rauf! Trotz meiner Angst, war ich so froh den Weg gemacht zu haben! Und ich hab heute noch totalen Muskelkater und schwache Beine vor lauter Angespannheit.


An diesem Tag gings dann noch weiter nach Augusta, Cape Leeuwin, Margaret River und dann an der Kueste hoch in den Yalgorup National Park und dem wunderschoenen Preston Beach, wo es fuer mich Abendessen und einen glutroten Sonnenuntergang gab, nachdem dann unzaehlige Kangaroos auftauchten.

Am Dienstag ging es wieder nach Perth. Erstmal nen Steinschlag an der Windschutzscheibe reparieren lassen. Am Abend habe ich mich noch mit Bernie, dem Tattoo Artist aus Neuseeland auf ne heisse Schoki getroffen. Er wohnt seit 4 Jahhren in Perth. Er wollte mich unbedingt bei seiner  Familie uebernachten lassen, da er nicht hoehren konnte, dass ich im Auto schlafe, aber ich mag mein Bett im Auto schon sehr gerne und ich wollte ihm keine Umstaende bereiten. Somit habe ich abgelehnt, aber ich werde ihn vielleich nochmal in Europa treffen, wenn er sich „Overseas“ anschaut.

Den heutigen Tag hab ich in der Stadt verbracht. Gebaeude anschauen, einem sehr  talentierten Strassenmusiker zuhoeren und den Kings Park und seinen Ausblick geniessen. Und ich habe mich mit Amadeus aus Berlin getroffen, mit dem ich mich Morgen auf in Richtung Adelaide mache.
 Als kroenenden Tagesabschluss, gabs noch nen wahnsinns Ausblick auf Perth's Skyline bei Nacht.

Kings Park War Memorial





Perth by night

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